Sommersemester 2013

Extensive Bienenhaltung – eine Alternative?

Dozent: Erhard Maria Klein“
Erfinder der „Bienenkiste
Donnerstag, 11. April 2013, 19.45 Uhr, WER-1045

„Bienensterben“ und „Imkersterben“ sind zwei Stichworte, die die aktuelle Krise der Honigbiene kennzeichnen. Wir wollen gemeinsam folgenden Fragen nachgehen: Warum ist die Honigbiene für den Erhalt unserer Kulturlandschaft und die Welternährung so wichtig? Was sind die Ursachen der momentanen Krise? Können neue extensive Konzepte, wie die „Bienenkiste“ einen konstruktiven Beitrag leisten, oder ist „urban beekeeping“ nur ein Modetrend? Im zweiten Teil des Vortrags wird das Konzept der Bienenkiste ausführlicher vorgestellt und mit der konventionellen Imkerei verglichen: Was sind jeweils Zielgruppen und Voraussetzungen, wie hoch sind Aufwand und Kosten, welche Probleme kann es geben?

Energiepflanzen - CO2-neutrale Klimaretter?

Dozent: Prof. Dr. Hermann Heilmeier
AG Biologie/Ökologie- Institut für Biowissenschaften und Interdisziplinäres Ökologisches Zentrum TU Bergakademie Freiberg
Donnerstag, 25. April 2013, 19.45 Uhr, WER-1045

Im Vortrag soll der Frage nachgegangen werden, inwieweit der Anbau von Energiepflanzen unter Berücksichtigung entscheidender Standortseffekte, Kulturtechniken sowie Transportaufwand aus der Sicht der Kohlenstoffbilanz eine nachhaltige, d.h. klimaschonende Alternative zum Verbrauch fossiler Energien darstellt.
Dazu werden zunächst Aspekte des globalen Kohlenstoffkreislaufs sowie der Bioproduktivität und Ertragspotentiale betrachtet. Die Faktoren Bodenbearbeitung, Düngung und Treibstoffverbrauch werden in ihrer Wirkung auf die Bilanz der Treibhausgase Kohlendioxid, Methan und Lachgas bewertet. Neben diesen stofflich orientierten Aspekten werden Fragen des Naturschutzes, der Biodiversität und des Landschaftsbildes angesprochen.

Natur Natur sein lassen– Wildnis im Spannungsfeld der Kultur

Dozent: Dr. rer. nat. Wolfgang Böhnert
Donnerstag, 02. Mai 2013, 19.45 Uhr, WER-1045

Das Spannungsfeld zwischen Kultur und Natur, zwischen Kulturlandschaft und Wildnis wird stichpunktartig erläutert. Merkmale der Wildnis sind aufgelöste Grenzen, fließende Übergänge zwischen Biotopen, Werden und Vergehen von Lebensräumen und Chaos. Anhand vieler Fotos aus dem Naturschutzgebiet Königsbrücker Heide werden die Wildnismerkmale erläutert.

Alte Nutzpflanzen und deren Rekultivierung

Dozent:Franzika Wenk
Donnerstag, 30. Mai 2013, 19.45 Uhr, WER-1045

Abfälle in den Weltmeeren-Herausforderungen von heute und morgen an Herstellung und Recycling von Verpackungssystemen

Dozent: Frau Prof. Gilian Gerke
Professorin im Fachgebiet Kreislaufwirtschaft der Hochschule Magdeburg-Stendal
Donnerstag, 06. Juni 2013, 19.45 Uhr, WER-1045

Abfälle in den Weltmeeren werden immer mehr das globale Sorgenkind der Moderne. Jährlich gelangen ca. 6,4 Millionen Tonnen in die Meere. Fast die Hälfte des produzierten Kunststoffes wird für kurzlebige bzw. Einwegprodukte verwendet. Dabei haben gerade Kunststoffabfälle einen großen Einfluss auf die marine Artenvielfalt. Über die Nahrungsaufnahme und Anreicherung von Mikroplastik in Speisefischen und Meeresfrüchten können diese Abfälle auch für den Menschen eine Gefahr darstellen.
So rückt das Problem der Entsorgung in den Weltmeeren immer stärker in das Blickfeld der Öffentlichkeit. Was mit Aktivitäten von Meeresschützern begann ist längst eine Aufgabe der Industrie, der Politik und der Zivilgesellschaft geworden. Dabei sind viele Fragen zu beantworten. Können wir die Ozeane wirklich säubern? Sind Verbote von Materialien der richtige Weg? Wer übernimmt die umsetzende und finanzielle Verantwortung?

Postwachstumsökonomie

Dozent: Christopher Laumanns
M.A. Philosophie/Politikwissenschaft
Donnerstag, 13. Juni 2013, 19.45 Uhr, WER-1045

Im Zuge der Verschärfung von Umweltproblemen und sozialen Ungleichheiten hat die Debatte über die Grenzen des Wachstums eine Renaissance erfahren. Seit einigen Jahren ist dabei die „Postwachstumsökonomie“ in aller Munde. Doch was verbirgt sich hinter diesem Begriff?
Im Vortrag wird der Versuch einer Definition und Einordnung unternommen. Der zunächst rein negativ sich von einer „Wachstumsökonomie“ abgrenzende Begriff wird mit Inhalt gefüllt und dem Konzept der „Green Economy“ gegenübergestellt. Neben diesen theoretischen Untersuchungen soll abschließend die konkrete Umsetzbarkeit einer Postwachstumsökonomie mit dem Publikum diskutiert werden.

Zuletzt geändert: %2014/%01/%25 %13:%Jan
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