Sommersemester 2017

Euch erwarten folgende Themen:

Bedingungsloses Grundeinkommen

Was steckt dahinter?
Dozent: Werner Rätz
Dienstag, 11. April 2017, 19.54 Uhr, WER-1045

In der jüngsten Vergangenheit beschäftigen sich Medien und Gesellschaft wieder verstärkt und durchaus öffentlichkeitswirksam mit dem Thema des bedingungslosen Grundeinkommens. In der Schweiz gab es jüngst eine Volksabstimmung darüber und in Finnland gibt es seit wenigen Monaten einige tausend Personen die Testweise das BGE erhalten. Was also steckt wirklich dahinter und wie lässt es sich so ausgestalten, dass möglichst viele etwas davon haben? Wie kann das Konzept finanziert werden? Erleben wir mit der Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens den Zusammenbruch der Gesellschaft, weil keiner mehr arbeiten will oder wird selbige aufblühen, weil Menschen sich nun auch mit relevanten gesellschaftlichen Themen beschäftigen können, die in der freien Marktwirtschaft keinen Gewinn erzielen würden, aber für uns alle von Nutzen sind? Zusätzlich hängt im April eine Ausstellung über das Bedingungslose Grundeinkommen in der Neuen Mensa.

Aquakultur

nachhaltige Fischzucht oder nasse Massentierhaltung?
Dozent: Stefan Johnigk
Dienstag, 02. Mai 2017, 19.45 Uhr, WER-1045

Angesichts dramatisch überfischter Meere wird die Zucht von Fischen und Meerestieren in speziellen Farmen als nachhaltige Alternative gehandelt. Teilaspekte wie die Verfütterung von Fischmehl oder der Eintrag von Antibiotika in die Umwelt sind Wasser auf die Mühlen der Kritik. Wo liegen die Chancen und Risiken der Aquakultur, welche Unterschiede gibt es zwischen verschiedenen Kulturarten und wie lassen sich Fehlentwicklungen der industriellen Intensivtierhaltung abwehren?
Diplom-Biologe Stefan Johnigk geht auf gedanklichen Fischzug zum sächsischen Saibling und zum vietnamesischen Haiwels, erzählt von Muscheln als Frühwarnsystem und Fitnesstraining für Jungforellen, und sucht eine Antwort auf die Frage „Ist ‚Käptn Iglo‘ ein Pirat?“.

„CCS“ (CO2-Abscheidung, -Transport und -Speicherung)

CO2-Abscheidung, -Transport und -Speicherung
Dozent: Dr. Pao-Yu Oei (TU Berlin)
Dienstag, 6. Juni 2017, 19.45 Uhr, WER-1045

Unter dem Schlagwort „CCS“ (CO2-Abscheidung, -Transport und -Speicherung, englisch: carbon capture, and storage), werden unterschiedliche Technologien der CO2-Abscheidung in Industrie-und Kraftwerksprozessen subsumiert, welche zu einer ca. 80 bis 90-prozentigen Reduktion von CO2-Emissionen führen soll. Durch eine Kombination von Biomasse und CCS ist es sogar möglich auf negative Emissionen zu kommen. Aus diesem Grund galt CCS lange Zeit als eine bedeutende Technologie für die Energiewende in Deutschland und Europa auf dem Weg in eine dekarbonisierte Energiewirtschaft. Der erwartete Boom bei Forschung und Entwicklung ist in den letzten Jahren jedoch ausgeblieben, könnte allerdings durch die in Paris vereinbarten ambitionierten Klimavereinbarungen wieder angeschoben werden.

Zukunftsstadt Dresden

Wie wollen wir leben?
Dozent: Norbert Rost (Dresden)
Dienstag, 20. Juni 2017, 19.45 Uhr, WER-1045

Zukunftsstadt Dresden bedeutet eine grüne Stadt, die von Radwegen durchzogen ist und auf deren Straßen nur Elektroautos fahren. Gemeinschaftsgärten, die überall im Stadtgebiet verstreut sind, können zu Fuß erreicht werden. Dresden wurde 2015 vom Bundesforschungsministerium (BMBF) im Rahmen eines Städtewettbewerbs neben 50 weiteren deutschen Städten zur „Zukunftsstadt“ gekürt. Im Verlauf des dreistufigen Wettbewerbs wird die Vision 2030+ für Dresden entworfen, und ab 2018 umgesetzt. Einer der Ziele dieser Vision ist es, dass die Stadt und seine Einwohner sich zu 73 Prozent selbst versorgt, mit lebenswichtigen Dingen aus der Region.

Klimawandel und Migration

ein Blick auf die wissenschaftliche Debatte
Dozent: Dr. Diana Hummel, Institut für sozial-ökologische Forschung Frankfurt/Main
Dienstag, 04. Juli 2017, 19.45 Uhr, WER-1045

In der öffentlichen Debatte über die sozialen und demographischen Folgen des Klimawandels wird vielfach gewarnt, dass zukünftig mit einer wachsenden Anzahl von „Klimaflüchtlingen“ zu rechnen ist. Doch inwieweit kann von einem direkten kausalen Zusammenhang zwischen Klimawandel und erzwungener Migration ausgegangen werden? Der Vortrag nimmt diese Frage auf und beleuchtet den wissenschaftlichen Debattenstand. Am Beispiel einer empirischen Untersuchung über Klimawandel, Landdegradation und Migration im westafrikanischen Sahel werden die komplexen Beziehungen zwischen klimabedingten Umweltveränderungen und Anpassungsstrategien der Bevölkerung an veränderte sozial-ökologische Bedingungen illustriert. Vor diesem Hintergrund wird der Begriff der „Klimaflüchtlinge“ kritisch reflektiert.

Zuletzt geändert: %2017/%08/%24 %20:%Aug
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