Wintersemester 2014/15

Euch erwarten folgende Themen:

Ressource Zeit

Ungleichzeitigkeiten im Zeitalter der Beschleunigung
Dozent: Gerrit von Jorck
Dienstag, 28. Oktober 2013, 20.15 Uhr (um 30 Minuten verschoben!), PHY-0010

Man könnte meinen in einem goldenen Zeitalter zu leben und dennoch fehlt uns der Raum, unsere Zeit zu vergolden. Viele Menschen leiden an Zeitnot und sind permanent dem Druck ausgesetzt, ihre Zeit sinnvoll und effizient zu nutzen. Wie frei verfügen wir über unsere eigene Lebenszeit? Was ist ein gutes Leben und welche Rolle spielt Zeit für unser Wohlbefinden? Ist Zeit eine Ressource und wie ist diese in unserer Gesellschaft verteilt? Wie hängt unsere Zeitgestaltung mit dem Wirtschafts- und Finanzsystem zusammen und welchen Einfluss nimmt diese auf die zunehmende Umweltzerstörung?

Der Dozent Gerrit von Jorck arbeitet am Institut für ökologische Wirtschaftsforschung zu den Themen Postwachstum und sozialökologische Transformation. Er betreibt den Blog Postwachstum und ist engagiert bei Attac und den Zeitpionieren. Seine thematischen Schwerpunkte sind Zeitwohlstand und Suffizienz.

Ressource Wald

Von der Dynamik gesellschaftlicher Ansprüche an den Wald und den Möglichkeiten, diese zu erfüllen.
Dozent: Prof. Dr. Norbert Weber
Dienstag, 18. November 2014, 19.45 Uhr, PHY-0010
:!: Der in der Druckausgabe des proWissen-Heftes genannte Termin (25. November) ist falsch! :!:

Vor dem Hintergrund geschichtlicher Erfahrungen befasst sich dieser Beitrag mit der Herausforderung, den Wald als „Zentralressource“ und Ökosystem nachhaltig zu bewirtschaften. Es wird u.a. darauf eingegangen, wie sich die Ansprüche an den Wald verändert haben und welche unterschiedlichen Lösungskonzepte in verschiedenen Regionen der Welt zum Einsatz kommen.

Prof. Dr. Norbert Weber, Professur für Forstpolitik und Forstliche Ressourcenökonomie der Technischen Universität Dresden, ist Studiendekan der Fachrichtung Forstwissenschaften in Tharandt und Vorsitzender des Forstlichen Fakultätentags.

Ressource Kulturgut

Dozent: Prof. Dr. Helmuth Albrecht
Dienstag, 9. Dezember 2014, 19.45 Uhr, PHY-0010

„Ressource“ ist heute ein vor allem in den Bereichen von Naturwissenschaft und Technik, von Ökonomie und Soziologie oder auch von Psychologie und Medizin verwendeter Begriff. Kulturgut, d. h. bewegliche und unbewegliche Güter von archäologischer, geschichtlicher, literarischer, künstlerischer oder wissenschaftlicher Bedeutung, oder gar immaterielles Kulturgut als „Ressource“ zu betrachten, mag auf den ersten Blick ungewöhnlich sein. Bereits 2005 formulierte der Europarat in der sogenannten „Faro Convention“ zum Wert des kulturellen Erbes für die Gesellschaft jedoch die Überzeugung, dass das kulturelle Erbe der Menschheit als eine Ressource für eine nachhaltige Entwicklung und als ein Beitrag zur Lebensqualität in einer sich weiterentwickelnden Gesellschaft anzusehen ist.

Im Rahmen des Vortrags soll die Bedeutung der Ressource Kulturgut für die Ökologie, Ökonomie, Politik und Gesellschaft und die Notwendigkeit ihrer Inwertsetzung diskutiert und an praktischen Beispielen veranschaulicht werden.

Ressource Erdwärme

Potenziale unter der Erdoberfläche
Dozent: Dipl.-Geol. Rüdiger Grimm
:!: neues Datum: :!:
Dienstag, 27. Januar 2015, 19.45 Uhr, PHY-0010 (ursprünglich für 13. Januar vorgesehen)

Kann ein Haus vollständig ohne Anschlüsse an das öffentliche Energieversorgungssystem auskommen? Wie muss es aussehen und wie konzipiert sein, um sich energetisch selbst zu versorgen? Kann das funktionieren: die Heizung aufdrehen und trotzdem sparen?

Die Nutzung der oberflächennahen Geothermie („Erdwärme“) stellt mit ca. 25.000 errichteten Anlagen pro Jahr in Deutschland mittlerweile einen beachtenswerten Anteil an der Heizung und Klimatisierung von Wohn- und Gewerbeimmobilien dar. Der Freistaat Sachsen nimmt dabei gegenwärtig eine Vorreiterrolle ein.

Seit dem „Boom-Jahr“ 2006/07 ist jedoch ein geringfügiger Rückgang der Stückzahlen an verkauften Wärmepumpen zu beobachten. Gründe dafür sind neben konjunkturellen Randbedingungen und stark schwankenden Energiepreisen vor allem genehmigungsrechtliche Einschränkungen in einigen Bundesländern, verursacht durch einzelne Problemfälle der Bohrbranche.

Interessant ist, dass der Rückgang der jährlichen Absatzzahlen nicht einhergeht mit der jährlich zugebauten geothermischen Leistung. So ist der Anteil mittlerer und großer Wärmepumpen (> 20 kW) in den letzten Jahren gestiegen. Das heißt, die Objekte werden weniger, aber größer oder auch: die Erdwärmenutzung hält verstärkt Einzug im Industrie- und Gewerbebau.

Der Dozent Rüdiger Grimm ist Dipl-Geol. und Geschäftsführer der geoENERGIE Konzept GmbH mit Sitz in Freiberg.

Zuletzt geändert: %2014/%11/%23 %21:%Nov
Nach oben